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News

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14.09.2017
Deutsche zahlen wegen Uralt-Heizungen unnötig viel für Wärme
Hausbesitzer könnten viel Energie und Geld sparen. Eine forsa-Umfrage im Auftrag des Spitzenverbandes der Gebäudetechnik VdZ ergab: 38 Prozent der hiesigen Heizungsanlagen sind älter als 16 Jahre. Doch der Nutzen von Modernisierungen und die staatlichen Fördermöglichkeiten sind noch nicht allen Verbrauchern bekannt.

Die forsa-Umfrage belegt den großen Nutzen einer Heizungsoptimierung durch den Tausch der Heizungspumpe oder den hydraulischen Abgleich: Die überwiegende Mehrheit, nämlich 60 Prozent der Hausbesitzer, haben nach der Optimierung merklich Energiekosten eingespart. Allerdings nahmen nur 45 Prozent die staatliche Förderung dafür in Anspruch. Knapp die Hälfte der befragten Hausbesitzer (47 Prozent) waren Fördermöglichkeiten gar nicht bekannt. Auch der energiesparende Nutzen einer Heizungsoptimierung ist vielen Verbrauchern nicht klar. Das ergab die Umfrage, für die 1.011 Hausbesitzer im August 2017 befragt wurden.

Dem Meinungsbild zufolge liegen 45 Prozent der Bundesbürger mit ihrer Einschätzung richtig, dass im Eigenheim die Heizung die meiste Energie verbraucht, allerdings glauben fast genauso viele (42 Prozent), dass Elektrogeräte die größten Stromfresser sind. Insbesondere Hausbesitzer, die ihr Eigenheim nach dem Jahr 2000 gebaut haben (62 Prozent), unterschätzen die Wirkung auch kleinerer Modernisierungsmaßnahmen. Wie hoch das Einsparpotenzial tatsächlich ist, kann mit dem Optimierungsrechner auf www.intelligent-heizen.info ermittelt werden.

Mit neuer Heizungspumpe bis zu 100 Euro jährlich sparen

Der Austausch von mindestens zwei Jahre alten Heizungspumpen durch Hocheffizienzpumpen wird seit einem Jahr durch den Staat mit 30 Prozent bezuschusst. Die Investitionskosten für eine neue Pumpe verringern sich so von rund 400 auf 300 Euro. Diese Kosten amortisieren sich zügig, denn die neue Pumpe verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Energie. Die jährliche Ersparnis beträgt bis zu 100 Euro. Auch ein hydraulischer Abgleich spart bares Geld und wird ebenfalls mit dem 30-Prozent-Zuschuss gefördert. Wer jetzt die Heizung optimiert, kann also schon bei den Energiekosten für den nächsten Winter sparen.

Die Umfrage zeigt außerdem: Erste Anlaufstelle und Informationsquelle zur Optimierung von Heizsystemen ist für 82 Prozent der Befragten der Handwerker. Über die Hälfte der Hausbesitzer gab neben dem Fachbetrieb aber auch das Internet als wichtiges Medium zur Informationsbeschaffung an. Infoportale wie die verbraucherorientierte Website www.intelligent-heizen.info leisten somit einen wichtigen Beitrag dazu, Verbraucher über effizientes Heizen aufzuklären.
30.08.2017
Hydraulischer Abgleich

Wenn die Heizung pfeift und gluckert oder die Zimmer trotz gleicher Thermostateinstellung unterschiedlich warm werden, dann kann es Zeit für einen hydraulischen Abgleich sein. Bei dem werden die Einstellungen der Heizungsanlage überprüft und dem tatsächlichen Bedarf angepasst – nur so ist ein effizienter Betrieb der Heizung möglich. Den hydraulischen Abgleich nimmt ein Fachhandwerker vor – und weil die richtigen Einstellungen anschließend in vielen Fällen Energie sparen und so den Klimaschutz unterstützen, werden die Kosten dafür sogar staatlich gefördert.


 

Wenn es in der Heizungsanlage nicht rund läuft, dann erhöht das nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch die Kosten. Ein hydraulischer Abgleich schafft hier oft Abhilfe. Dazu kommt ein Experte ins Haus, der vor Ort sowohl alle erforderlichen Daten zur Berechnung des Wärmebedarfs der einzelnen Räume und auch die Leistung aller installierten Heizflächen erfasst. Mit diesen Daten berechnet er die optimalen Einstellwerte für alle Komponenten der Heizungsanlage. „Diese systematische Vorgehensweise sorgt später für eine bedarfsgerechte Wärmeverteilung“, sagt Christian Halper vom Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO). „Wird weder zu viel noch zu wenig Wärme in den einzelnen Räumen bereitgestellt, sorgt dies für einen effizienten Umgang mit der eingesetzten Energie.“

Erreicht wird das, indem einzelne Heizungskomponenten besser aufeinander und auf die Gegebenheiten der Heizungsanlage und des Gebäudes abgestimmt werden. Ist die Heizungspumpe zu hoch eingestellt? Wie ist die Durchflussbegrenzung der einzelnen Heizflächen eingestellt? Wie warm soll der Raum werden? All das sind Fragen, mit denen sich der Installateur bei einem hydraulischen Abgleich beschäftigt. Den tatsächlichen Wärmebedarf des Hauses und seiner Bewohner ermittelt er in der Regel mit einer speziellen Software. Dabei werden auch die optimale Vorlauftemperatur für das System und die nötige Wassermenge für jeden einzelnen Heizkörper berechnet. Zudem können veraltete und überdimensionierte Umwälzpumpen bei dem Termin direkt gegen passende und effizientere ausgetauscht werden.

Zuschüsse vom BAFA

Wer sich für diese Maßnahmen entscheidet, kann die „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nutzen. Bis zu 30 Prozent der Kosten werden übernommen. Infos dazu gibt es auf www.bafa.de.

Sinnvoll ist der hydraulische Abgleich z. B. nach einer größeren Veränderung an der Heizungsanlage oder nach Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle: Wer eine wesentliche Änderung vornimmt, sollte einen hydraulischen Abgleich durch einen Fachhandwerker vornehmen lassen. Das gilt auch für Modernisierer: „Wer seine Heizungsanlage auf den neuesten technischen Stand bringt, sollte auch den hydraulischen Abgleich nicht vergessen“, so Christian Halper. Alle Infos rund um den hydraulischen Abgleich hat das IWO hier zusammengefasst: www.zukunftsheizen.de/hydraulischer-abgleich.

23.08.2017
Änderung bei Beantragung des Zuschuss für moderne Öko-Heizung

Ab 2018: Antrag auf Förderung immer vor Umsetzung

Ab dem 1. Januar 2018 ist die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien immer vor Umsetzung der Maßnahme beim BAFA zu beantragen.

Künftig muss der Förderantrag somit beim BAFA eingereicht sein, bevor der Auftrag beispielsweise zur Errichtung einer Biomasse-, Solarthermieanlage oder einer Wärmepumpe vergeben wird. Anderenfalls muss eine Ablehnung erfolgen.

Unter „der Umsetzung der Maßnahme“ ist der Vertragsschluss mit dem Installateur, dessen Beauftragung oder auch bereits der Abschluss eines Contractingvertrages mit einem Contractingunternehmen zu verstehen. Diese vertraglichen Vereinbarungen dürfen künftig in allen Fällen erst getroffen werden, wenn der Antrag gestellt ist, d.h., wenn der Antrag beim BAFA eingegangen ist. Planungsleistungen dürfen jedoch vor Antragstellung erbracht werden

Die Neuregelung ist besonders für private Antragsteller und für die Basisförderung von Relevanz und betrifft damit mehr als die Hälfte der jährlich eingehenden Anträge.

Übergangsfrist für Inbetriebnahmen bis zum 31.12.2017

Die bisherige Möglichkeit einer Antragstellung erst nach Durchführung der Maßnahme wird durch die Neuregelung gestrichen. Es gibt allerdings eine Übergangsfrist für Antragsteller, die ihre Heizung bis zum 31.12.2017 in Betrieb nehmen.

Die bisherigen technischen Anforderungen an förderfähige Anlagen bestehen unverändert fort.

Die Förderung wird auf der Basis des sogenannten Marktanreizprogramms (MAP) gewährt. Mit der Verfahrensänderung werden die Förderverfahren des MAP vereinheitlicht und die Umsetzung der Förderstrategie für Energieeffizienz und erneuerbare Energien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vorbereitet.

Die Neuregelung der Förderrichtlinien sowie weitere Informationen zum Förderprogramm sind unter Energie – Heizen mit Erneuerbaren Energien verfügbar.

www.bafa.de

03.02.2017