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Die richtigen Reiniger verwenden

Armaturen - Beschädigungen durch den Einsatz ungeeigneter Reinigungsmittel

Erfolgreiche Unternehmen bürgen für die Qualität ihrer Produkte und bieten oft eine freiwillige Hersteller-Garantie, die mitunter weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistungspflichten hinausgeht. Voraussetzung für die Geltendmachung der Garantie sind allerdings die fachgerechte Installation und Wartung. Produkte wie bspw. Sanitär-Armaturen müssen daher durch anerkannte Meister- oder autorisierten Fachbetriebe installiert und gewartet werden. Gleichzeitig müssen die Produkte gemäß der Montageanleitung bzw. Reinigungsempfehlung verwendet und behandelt werden. Doch nicht immer ist dies der Fall und so entstehen Schäden, die viel Ärger verursachen.

Links eine neue Hansgrohe Elektronikarmatur, rechts das gleiche Modell nach einem Jahr Einbauzeit in einem Objekt in Kuwait mit deutlichen Beschädigungsspuren. Vermutlich hat Säure aus einem Zementschleierentferner die Chrom-Oberfläche dieser Armatur angegriffen. Der Säureangriff ist durch Chromabtragungen und Laufspuren deutlich erkennbar.
 Links eine neue Hansgrohe Elektronikarmatur, rechts das gleiche Modell nach einem Jahr Einbauzeit in einem Objekt in Kuwait mit deutlichen Beschädigungsspuren. Vermutlich hat Säure aus einem Zementschleierentferner die Chrom-Oberfläche dieser Armatur angegriffen. Der Säureangriff ist durch Chromabtragungen und Laufspuren deutlich erkennbar.
Im Qualitätslabor werden Beeinträchtigungen der Produktqualität durch den Einsatz aggressiver Reiniger sowohl während der Bauphase als auch im alltäglichen Gebrauch untersucht.
 Im Qualitätslabor werden Beeinträchtigungen der Produktqualität durch den Einsatz aggressiver Reiniger sowohl während der Bauphase als auch im alltäglichen Gebrauch untersucht.
Vermutlich Phosphorsäure hat die Strahlscheibe dieser Handbrause angegriffen.
 Vermutlich Phosphorsäure hat die Strahlscheibe dieser Handbrause angegriffen.
TSC-Leiter Alois Schönweger setzt die Hansgrohe-Produkte in der Entwicklungsphase harten Tests aus. Besonders achtet er auch darauf, was mit den Produkten bei Einbau und Reinigung passiert.
 TSC-Leiter Alois Schönweger setzt die Hansgrohe-Produkte in der Entwicklungsphase harten Tests aus. Besonders achtet er auch darauf, was mit den Produkten bei Einbau und Reinigung passiert.
Beeinträchtigungen der Produktqualität werden immer wieder auch durch den Einsatz aggressiver Reiniger während der Bauphase verursacht oder durch einen dauerhaften Einsatz ungeeigneter Reiniger im späteren Alltagsgebrauch. Das Technische Service Service Center der Hansgrohe AG hat einen Blick hinter die Kulissen der Produktentwicklung gewährleistet.

Bevor dort ein Produkt in Serie geht, muss es sich harten Prüfungen unterziehen. Alle Hansgrohe Produkte werden vom Team des Technischen Service Centers (TSC) in den verschiedenen Laboren am Stammsitz in Schiltach auf Herz und Nieren getestet. „Der Prozess, den ein Produkt bei uns durchläuft, umfasst mehr als zwanzig Schritte“, informierte TSC-Leiter Alois Schönweger. „Ein besonderes Augenmerk legen wir auch darauf, was mit unseren Produkten bei Einbau und Reinigung passiert.“

Das TSC bei Hansgrohe setzt sich aus sechs verschiedenen Teilbereichen zusammen: Schulungen und Beratung für die Hansgrohe Partner in Handel und Handwerk gehören ebenso dazu wie die Technische Dokumentation, die über 2.200 verschiedene Montageanleitungen in 32 Sprachen sowie den Ersatzteilkatalog und technische Zeichnungen erstellt. Das Team der Rückware prüft aus aller Welt eingehende Sendungen und erstellt Gutschriften. Für die Ersatzteilversorgung und die zehn Jahre Nachkaufgarantie ist der Blitzdienst verantwortlich. Der Hansgrohe Meisterservice bietet rund um die Uhr telefonische Beratung bei Fragen zu Produkten, die aus der ganzen Welt eingehen. Außerdem steuert das Team den Einsatz von Servicetechnikern.

Test auf Herz und Nieren
Im größten Bereich des TSC, der Anwendungstechnik, werden alle Produktprüfungen vorgenommen. Bereits voll funktionsfähige Prototypen werden hier etwa auf Montierbarkeit, Funktion, Durchfluss und Festigkeit geprüft. Sobald erste seriennahe Produkte bereit stehen, wird die Prüfung wiederholt. Außerdem wird die Montageanleitung geprüft und Druckprüfungen, Langzeit- und Crashtests durchgeführt. Danach beginnt die Phase der Feldtests. Feldtestkunden probieren und bewerten die Produkte im Alltagsgebrauch in ihrem heimischen Umfeld. Zusätzlich erleben Armaturen und Brausen im Hansgrohe Kalklabor ein Produktleben im Zeitraffer, um ihre Reinigungsfähigkeit bei Kalkablagerung zu testen. Extreme Bedingungen wirken dann bei der Nullserienprüfung auf die Produkte ein. Transportsimulationen sowie Fall-, Funktions- und Crashtests zeigen, ob das Material die hohen Qualitätsstandards erfüllt. Bei der Serienstartprüfung werden die Produkte das erste Mal an der Montagelinie gefertigt. Läuft hier alles einwandfrei, erhalten sie das Zertifikat „serienreif“.

„Die harten Tests, die unsere Produkte in der Entwicklungsphase durchlaufen, führen dazu, dass unsere Reklamationsquote bei fünf Jahren Garantie weniger als 0,7 Prozent beträgt“, berichtet Alois Schönweger. „Doch auch die Reklamationen werden sorgfältig analysiert, damit wir unsere Produkte weiter optimieren können und bei Neuentwicklungen möglichen Problemen etwa durch andere Materialzusammensetzungen vorbeugen können.“


Beeinträchtigungen der Produktqualität
Mit Beeinträchtigungen der Produktqualität durch den Einsatz aggressiver Reiniger sowohl während der Bauphase als auch im alltäglichen Gebrauch beschäftigt sich das Labor der Qualitätssicherung (QS). Insbesondere Zementschleierentferner, die zur Reinigung nach Fliesenlegearbeiten eingesetzt werden, gelangen durch unsachgemäßen Gebrauch häufig auf die verchromten Oberflächen. Schon kurze Berührungszeiten reichen aus, um ein schleichendes Zersetzen der Oberflächenstruktur zu bewirken. Diese Schäden sind in der Regel nicht sofort sichtbar, häufig kommt die böse Überraschung erst nach Inbetriebnahme der Produkte. Die Empfehlung des Hansgrohe QS-Teams lautet daher ausdrücklich, Armaturen und Brausen erst nach Fertigstellung der Baustelle und nach der Grundreinigung zu montieren.

Beschädigungen treten aber immer wieder auch durch den Einsatz ungeeigneter Reinigungsmittel auf. Besonders im öffentlichen Bereich wird Wert auf eine schnelle und effektive Reinigung der Bäder und Waschbereiche gelegt und dabei auf aggressive Reinigungsmittel zurückgegriffen. Das Hansgrohe QS-Team testet deshalb Reinigungsmittel verschiedener Hersteller an Materialien, Oberflächen und kompletten Produkten und leistet in diesem Bereich Aufklärungsarbeit. Die Ergebnisse fließen in Reinigungsempfehlungen ein. Eine Liste mit empfohlenen Reinigern gibt zusätzlich Orientierung. Auch bei der Entwicklung neuer Produkte werden die Ergebnisse herangezogen, um möglichst Reiniger beständige Materialien und Bauteile zu entwickeln. Damit auch künftig hohe Qualität und langlebige Produkte in den Hansgrohe Werken in die Serienproduktion starten können.


Hier die Liste der empfohlenen Reiniger